Kinder und Jugendliche sind aktuell besonders gefordert. Die Angebote der Offenen Ju- gendarbeit der Stadt Chur unterstützen die jungen Menschen dabei, die Herausforderun- gen der aktuellen Situation zu meistern.

Dass für Kinder und Jugendliche die “Besondere Lage gemäss Epidemiegesetz Art. 6” und die damit einhergehenden behördlichen Schutzmassnahmen eine Herausforderung darstellen, ist unbestritten. Die Möglichkeiten, Austausch und soziale Kontakte auch ausserhalb der Schule zu pflegen, sind eingeschränkt. Die meisten organisierten Freizeitaktivitäten fallen weg. Entspre- chend hoch ist in dieser Situation der Stellenwert der niederschwellig zugänglichen Angebote der Offenen Jugendarbeit. Im Jugendtreff oder im Rahmen von Kleinprojekten können Jugendli- che und Kinder etwas “Normalität in unnormalen Zeiten” leben und erleben.

Die Corona-konforme Umsetzung der Angebote der Jugendarbeit ist eine Herausforderung. Die Vorgaben seitens Bund und Kanton ändern sich oft kurzfristig, die lokalen Gegebenheiten und Zusammenhänge müssen mitberücksichtigt werden. Dazu muss die Situation und ihre Entwick- lung laufend beobachtet, aufs Neue eingeschätzt und beurteilt werden.

Mit den Anpassungen vom Bund, die per 1. März in Kraft getreten sind, erhält die Jugendarbeit wieder etwas mehr Flexibilität: Jugendtreff und weitere offene Angebote dürfen nun auch von Jugendlichen über 15 Jahren wieder besucht werden, die maximale Besucherzahl bleibt aller- dings eingeschränkt. Im Rahmen der Mobilen Jugendarbeit sind im öffentlichen Raum neu Akti- vitäten mit bis zu 15 Personen erlaubt. Die Kinderangebote im Rahmen des “Spiila Im Quartier – Winterspass” können wieder in Räumlichkeiten von Schulanlagen stattfinden. Dies alles natür- lich nach wie vor mit Schutzkonzept.

Beschränkte Gruppengrössen, Maskenpflicht, Abstand und das Erfassen der Kontaktdaten fürs Contact-Tracing sind bei Angeboten der Jugendarbeit inzwischen Alltag. Und die Jugendlichen

und Kinder machen mit. Sie verstehen, dass dies nun nötig ist, um den Jugendtreff weiterhin of- fenhalten sowie wenigstens gewisse Aktivitäten durchführen zu können – und hoffentlich auch bald wieder grössere Projekte oder Veranstaltungen umzusetzen. Im Herbst sollen dann das grosse Spielfest zum Weltspieltag und der Kinderflohmarkt nachgeholt werden. Bis dahin sind einige kleine, aber feine Aktionen geplant: Siebdruck im Jugendtreff, Skateboard-Bauen in den Frühlingsferien oder eine Schnitzeljagd durch die Stadt.

Das Ziel der Jugendarbeit bleibt, Kinder und Jugendliche zu stärken und zu unterstützen, indem für möglichst viele von ihnen bedarfsgerechte Angebote ermöglicht und zugänglich gehalten werden. Aktuelle Informationen zu den Angeboten der Jugendarbeit sowie das aktuelle Schutz- konzept sind auf der Website www.jugendarbeitchur.ch zu finden.