Im Rahmen der Bauwerksinspektion der Tiefbaudienste wurde festgestellt, dass sich das St. Hilarienbrüggli in einem sanierungsbedürftigen Zustand befindet. Die Korrosionsschäden am Bauwerk waren soweit fortgeschritten, dass eine Instandsetzung erforderlich war.

Aufgrund dessen wurde eine Sanierung vor Ort und eine Sanierung in einem spezialisierten Werk geprüft. Die Machbarkeitsprüfung hat ergeben, dass eine Sanierung vor Ort wesentlich aufwändiger und kostenintensiver ist als eine Sanierung im Werk. Am 17. August 2020 wurde die gesamte Brücke mit einem Pneukran ausgehoben und mittels einem Spezialtransport in das Werk des Stahlbauers geführt. Dort sind die schadhaften Bauteile entfernt und durch neue Stahlteile ersetzt worden. Alle Holzteile mussten ersetzt werden. Da die bestehenden Verbindungen alle genietet waren, wie dies bei Bauwerken von “Ende 19. Jahrhundert” üblich ist, wurden auch sämtliche neue Verbindungen mittels einem neuen Verfahren genietet. Vor Ort wurden die beiden Brückenwiderlager saniert und aufgrund der Hochwasserberechnungen der Plessur entsprechend erhöht, um den Durchfluss eines Jahrhundertereignisses zu garantieren. Am 23. November erfolgte der Rücktransport des sanierten St. Hillarienbrüggli und in der Nacht auf den 24. November wurde die gesamte Brücke mittels einem Pneukran auf die erhöhten Widerlager versetzt. Anschliessend wurden die Anschlussgeländer vor Ort montiert und die Anpassungen zum Fussweg St. Hilarienbrüggli – Totengutbrücke ausgeführt. Die Kosten belaufen sich bei diesem Projekt auf rund Fr. 330’000.-. Mit der Sanierung des St. Hilarienbrüggli wird die Betriebssicherheit dieser historischen Brücke und die Fusswegverbindung längs der Plessur wieder garantiert.