Die anstehende Wintersaison steht vor grössten Herausforderungen. Der Bundesrat hat am Freitag, 04. Dezember 2020, weitere Massnahmen zur Einschränkung der COVID-19-Pandemie beschlossen, welche besonders die Wintertourismuskantone trifft. «Der Wintertourismus hat für den Kanton Graubünden höchste Bedeutung. So werden 15-20% des Jahresumsatzes in Hotelbetrieben zwischen Weihnachten und anfangs Januar erwirtschaftet», so CVP-Fraktionspräsident Reto Crameri. Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Wintertourismus ist für den Kanton Graubünden vor diesem Hintergrund besonders hoch. Immerhin hat der Bundesrat am Freitag beschlossen, dass es keine Kapazitätsbegrenzungen in den Skigebieten gibt und gleichzeitig hat er dem Druck aus dem Ausland zumindest teilweise standgehalten, indem die Skigebiete nicht geschlossen werden müssen. «Es ist richtig und wichtig, dass der Bund den Druckversuchen aus dem Ausland nicht nachgibt. Als souveräner Staat muss die Schweiz eigenständig entscheiden, wie sie mit den Herausforderungen der COVID-19-Pandemie umgeht», so Reto Crameri weiter. Der Bund hat beschlossen, dass die Skigebiete für den Betrieb eine Bewilligung des Kantons benötigen, die nur ausgestellt wird, wenn ausreichend Kapazitäten in den Spitälern vorhanden sind. Auch müssen die Betreiber von Skigebieten strenge Schutzkonzepte vorlegen, welche die national einheitlichen Vorgaben umsetzen. Vor diesem Hintergrund stellen sich einige Fragen, zumal die Gefahr einer Schliessung der Skigebiete noch nicht ganz vom Tisch ist. Die CVP-Fraktion wird deshalb am Montag, 07. Dezember 2020, eine dringliche Fraktionsanfrage einreichen und der Regierung verschiedene Fragen stellen. Wird die dringliche Anfrage vom Grossen Rat für erheblich erklärt, kann diese am Mittwochvormittag behandelt werden. «Es ist wichtig, dass sich das Parlament zu Fragen der anstehenden Wintersaison äussern kann», unterstreicht CVP-Präsiden Kevin Brunold. Dabei wird ausdrücklich die Haltung der Regierung begrüsst, dass die Skigebiete weiterhin offenbleiben können, insbesondere während der Hochsaison zwischen Weihnachten und Neujahr. Die Bekämpfung der COVID-19-Pandemie hat hohe Priorität; dieser darf aber nicht die gesamte Wirtschaft zum Opfer fallen.